Das New Normal heißt Hybridarbeit: Stefanie Tannrath über die Arbeitswelt der Zukunft

Sind Büros ein Relikt der Vergangenheit? Auf Focus Online spricht Stefanie Tannrath, CEO UM Deutschland über die Bedeutung des Büros und wie für Mitarbeitende Reize geschafft werden können um zurück ins Office zu kehren.

Anwesenheitspflichten, feste Arbeitszeiten und vorgeschriebene Sitzplatzordnungen bestimmten vor Beginn der Pandemie den Arbeitsalltag in vielen Büros. Homeoffice? Heute kaum wegzudenken, galt der Begriff vor März 2020 vielerorts als selten gesprochenes Fremdwort, schließlich wollten die meisten Chefs ihre Mitarbeitenden vor Ort in den Büros antreffen. Digitale Meetings über Teams, Zoom und Google Meet – sowas gab es vor Corona nur selten. Mit Beginn der Pandemie drehte sich unsere Arbeitswelt um 180 Grad und mit dem Wandel kommen endlich moderne, flexible und digitale Lösungen zum Einsatz Während sich die Welt langsam, aber stetig aus der Corona-Starre befreit, gilt es nun, nach zwei Jahren Pandemie das sogenannte „New Normal“ in der Arbeitswelt zu etablieren. Corona hat unseren Berufsalltag verändert, und somit auch unseren Arbeitsplatz. Es kann also nicht einfach ein „zurück in die Steinzeit“ geben.

Die Zukunft des Büros ist dabei insbesondere von einem Begriff geprägt: hybrid. Weder der Weg zurück zu den veralteten Arbeits- und Bürostrukturen noch der anhaltende Homeoffice-Zustand bieten den Mitarbeitenden ausreichend Flexibilität und Agilität. Was wir zukünftig benötigen, ist eine Mischung aus Büro-Anwesenheit und der Arbeit von Zuhause oder einem anderen selbstgewählten Ort. Das New Normal ist davon geprägt, zwei Welten miteinander zu verschmelzen: die alte Normalität vor Corona mit den positiven Erfahrungen seit der Pandemie, um so etwas Neues, etwas Besseres entstehen zu lassen.

Neue Arbeitszeitmodelle, New-Work-Trends und das Einführen von agilen Arbeitsweisen – durch das Zusammenspiel aus Homeoffice und Büro-Präsenz können spannende neue Arbeitsmöglichkeiten sowie eine neue Form des Miteinanders entstehen. Das Leben von „New Work“ hat dabei eine große Auswirkung auf die Funktionalität und Gestaltung der Büros. Und es geht dabei nicht darum, ein Bällebad oder ein Fitnessstudio einzurichten. New Work muss viel Ganzheitlicher gedacht werden und dazu gehört eben auch das Büro. Damit wir gerne wieder in die Büros zurückkehren und die Sicherheit unseres Zuhauses verlassen, muss ein Wandel am Arbeitsplatz erfolgen. Schließlich haben wir in den letzten beiden Jahren gelernt, dass das Arbeiten von einem Ort außerhalb des Büros durchaus möglich und produktiv ist.
 
Warum sollte eine Person, die sich zuhause einen ruhigen Arbeitsplatz eingerichtet hat, der konzentriertes Arbeiten fördert, ins altbackene Büro zurückkehren? Nur wenn die Büros andere Anreize anbieten als das sichere Zuhause, kommen die Mitarbeitenden wieder gerne an ihren Arbeitsplatz zurück. Kurzum gilt es Fokus- und Zusammenarbeit wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und dies in den Büros widerzuspiegeln: Ruhezonen für konzentriertes Arbeiten, Konferenz- und Meeting-Möglichkeiten für einen persönlichen Austausch sowie inspirierende Lösungen für kreatives Arbeiten.
 

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